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Konzept

Ziel

Ein Orgelkonzert für junge Leute. Ein Orgelkonzert, das auch diejenigen interessieren kann, die der traditionellen Orgelliteratur nur wenig Begeisterung entgegen bringen können. Die kein Bock haben auf Bach und Co., aber das Instrument trotzdem toll finden. Oder den Zugang noch suchen.

Gleichzeitig aber auch ein Orgelkonzert für anspruchsvolle Orgelmusik-Fans, die offen sind: für neue Klangfarben, für neue musikalische Begegnungen, für Experimente.


Umsetzung

Ein allzu flaches musikalisches Niveau: mit den gleichzeitig gesteckten Zielen nicht möglich. Einfach einen Choral nehmen, dann im Lehrbuch nachschauen, wie ein Bossa-Nova-Rhythmus geht und diesen einfach adaptieren, wäre ein Unding.

Nein, ein individueller Ansatz ist gefordert. Ein Ansatz, der die spezifischen Bedingungen und klanglichen Möglichkeiten der Orgel nicht nur berücksichtigt, sondern sie auch unterstützt. So werden einerseits Elemente der Popmusik und auch des Jazz im Bereich der Rhythmik und der Harmonik übernommen, diese aber mit traditionellen Elementen kombiniert. Zum Beispiel mit einem orgelsinfonischen Aufbau und der damit verbundenen Dramaturgie. Mit Stilzitaten der klassischen Musik. Oder aber mit der Entdeckung neuer Klangfarben.

Grundlage der Bearbeitungen sind Choralmelodien des Neuapostolischen Gesangbuches. Bei der Auswahl wurde Wert darauf gelegt, dass die meisten Melodien ökumenisch verwendungsfähig sind. Das derzeitige Programm umfasst neun Titel mit einer reinen Spielzeit von ca. 50 Minuten (Konzertdauer 1 Stunde).

Die einzelnen Titel sollen nicht nur dazu dienen, dass man einfach ein bisschen Spass hat. Oder aber mit ihnen ohne tieferen Sinn gezeigt werden soll, was man so alles auf der Tastatur treiben kann. Die Titel sind allesamt Deutungen des zu Grunde liegenden Textes. Ein Beispiel: Der Titel Wie Gott mich führt, so will ich geh'n legt als Form die klassische Fuge nahe. Wesentlicher Fugenbestandteil ist der Einsatz der ersten Stimme als Dux (dt.: Führer) und der zweiten Stimme als Comes (dt.: Nachfolger). Zu ...so will ich geh'n passt andererseits ein walking bass aus dem Jazzbereich. Konsequenz: eine Jazz-Fuge.